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FAQ

> Wie sicher ist mein Dividendeneinkommen?

 

Die absolute Sicherheit gibt es nicht. Dividendenaktien sind keine AAA-Anleihen. Auch wenn Sie alles richtig gemacht haben, kann Ihr Depot eine Dividendenkürzung und auch eine Wertverminderung durch Kursverluste erleiden.

Sie können das Risiko jedoch erheblich senken, indem Sie Qualität kaufen, Ihr Depot gut diversifizieren und einen langfristigen Ansatz haben.

> Die Steuern

 

Grundsätzlich müssen Dividendeneinkommen in den meisten Ländern versteuert werden. Dazu wird auf der Bruttodividende eine bestimmte Steuer erhoben. In Deutschland ist das die Abgeltungssteuer, in Oesterreich die Kapitalertragssteuer und in der Schweiz unterliegen  Dividendenerträge der Einkommenssteuer.

Die deutsche Abgeltungssteuer beträgt 25% plus 5.5% Solidaritätszuschlag, das ergibt 26.375%, hinzu kommt noch eine allfällige Kirchensteuer über 8 oder 9% abhängig vom Bundesland und der Konfessionszugehörigkeit. Deutsche Aktionäre zahlen also maximal etwa 28% auf den Brutto-Dividendeneinnahmen.
In der Praxis kann diese Belastung tiefer ausfallen, unter anderem wegen dem Sparerpauschbetrag, oder auch wenn das  Jahreseinkommen unter 20‘000 Euro liegt.

Die oesterreichische Kapitalertragssteuer beläuft sich auf 27.5%. Das ist die maximale Belastung auf den Bruttodividenden für in Oesterreich steuerbare Personen.

In der Schweiz ist der Steuersatz progressiv und hängt vom jährlichen Nettoeinkommen, dem Zivilstand, sowie dem Steuersitz ab.

Der Aktienhandel ist ein internationales Geschäft, Anleger kaufen Beteiligungspapiere aus der ganzen Welt, ohne in den entsprechenden Ländern zu leben. Damit die jeweiligen Staaten die zu entrichtende Steuer auch tatsächlich erhalten und nicht mit viel Aufwand eintreiben müssen, wird sie direkt an der Bruttodividende abgezogen.

Dieser Steuerabzug wird als Quellensteuer bezeichnet. Dabei wird keinen Unterschied gemacht, ob die Dividenden an einen Inländer oder Ausländer gezahlt werden, sie wird grundsätzlich immer abgezogen.

Die Höhe hängt vom jeweiligen Herkunftsland ab und  liegt in der Regel zwischen 10 und 35%. Es gibt Ausnahmen, aber dazu mehr später.

In Deutschland beträgt die Quellensteuer auf Dividenden für alle Anleger 26.375%, in Oesterreich 27.5% und in der Schweiz 35%.

Links:
»Liste mit allen Quellensteuerabzügen, Deloitte
»Liste Anrechenbarkeit der Quellensteuer, Bundeszentralamt für Steuern

Deutsche und oesterreichische Anleger
Wenn Sie einheimische Aktien in einem inländischen Finanzinstitut lagern, wird die Steuerschuld von Ihrem Finanzinstitut (Bank, Online-Broker etc.) ermittelt und der entsprechende Betrag direkt an die Steuerbehörden abgeführt. Für die Anleger ist die Sache damit mehr oder weniger erledigt.

Wenn Sie ausländische Aktien über ein inländisches Finanzinstitut kaufen, wird Ihnen an der Dividendenzahlung die jeweilige Quellensteuer abgezogen.  Damit zahlen Sie zunächst doppelt. 
Doch den ausländischen Steuerabzug können Sie sich anrechnen lassen. Die Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Land mit dem entsprechenden Staat ein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat. Das ist mit den meisten in Frage kommenden Staaten der Fall.

Auch diese Abrechnung wird direkt durch Ihr Finanzinstitut erledigt.

Leider kann nicht immer die gesamte Quellensteuer angerechnet werden, sondern nur ein gewisser Prozentsatz, meistens 15%.

Liegt die Quellensteuer höher, können Sie den übersteigenden Teil direkt im jeweiligen Herkunftsland zurückfordern. Aber Sie müssen das selbst tun. In einigen Ländern ist das unproblematisch, in anderen ist es faktisch sehr schwierig bis unmöglich.

Es gibt Finanzinstitute und auch spezialisierte Dienste, die das Zurückfordern der ausländischen Quellensteuer für Sie erledigen. Aber natürlich nicht kostenlos. Bei kleineren Beträgen lohnt sich der ganze Aufwand meist nicht.

Wenn Sie Ihre Aktien bei einem ausländischen Broker aufbewahren, wird Ihre Steuerschuld  nicht automatisch berechnet. Das heisst, Sie müssen die Dividendeneinnahmen in Ihrer Steuererklärung angeben.




Schweizerische Anleger
In der Schweiz rechnen die inländischen Finanzinstitute keine Steuern ab, auch nicht bei schweizerischen Aktien.  Daher ist es für die Steuerabrechnung unerheblich, ob die Aktien über einen schweizer- oder einen ausländischen Broker gehandelt werden.
Sie erhalten also zunächst nur die Nettodividende ausbezahlt.

Die Bruttodividenden-Einnahmen müssen in der Steuererklärung als Einkommen angegeben werden.
Um die Verrechnungssteuer (schweizerische Bezeichnung für Quellensteuer) zurückzuerhalten, müssen Sie die Dividendeneinnahmen eines Kalenderjahres auf einem Formular erfassen und zusammen mit den nötigen Unterlagen an die eidgenössische Finanzverwaltung einreichen. Die Verrechnungssteuer wird dann spätestens innerhalb von einigen Monaten zurückerstattet. Dies ist ein völlig unproblematischer Vorgang und kostet nur wenig Zeit.

Wenn Sie ausländische Aktien kaufen (ob bei einem inländischen –oder ausländischen Broker spielt auch hier keine Rolle), ist der Ablauf sehr ähnlich. Gleich wie bei schweizerischen Dividenden  wird Ihnen die Quellensteuer abgezogen, sie erhalten die Nettodividenden ausbezahlt. Die ausländischen Bruttodividenden-Einnahmen müssen Sie in Ihrer Steuererklärung deklarieren.

Auch die ausländische Quellensteuer können Sie zurückholen. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Schweiz mit dem entsprechenden Staat ein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat. Das ist mit den meisten in Frage kommenden Staaten der Fall.

Sie müssen dazu bei Ihrer kantonalen Steuerbehörde ein entsprechendes Formular (DA-1) einreichen. Der Betrag wird Ihnen dann an der nächsten Steuerrechnung gutgeschrieben.

Leider kann nicht immer die gesamte Quellensteuer angerechnet werden, sondern nur ein gewisser Prozentsatz, meistens 15%.

Liegt die Quellensteuer höher, können Sie den übersteigenden Teil direkt im jeweiligen Herkunftsland zurückfordern. Aber Sie müssen das selbst tun. In einigen Ländern ist das unproblematisch, in anderen ist es faktisch sehr schwierig bis unmöglich.

Es gibt Finanzinstitute und auch spezialisierte Dienste, die das Zurückfordern der ausländischen Quellensteuer für Sie erledigen. Aber natürlich nicht kostenlos. Bei kleineren Beträgen lohnt sich der ganze Aufwand meist nicht.

 

 

Wichtig zu wissen:
Wenn Sie US-amerikanische Aktien halten, können Sie sich das ganze Prozedere ersparen. Indem Sie eine Depotbank auswählen, die bei den US-Behörden als „qualified intermediary“ (QI) registriert ist, werden von den US-Dividenden automatisch nur noch 15% anstatt die üblichen 30% einbehalten.

An Dividenden aus Grossbritannien und Singapur (mit Ausnahme einiger REITs) werden gar keine Quellensteuern abgezogen.

Dann gibt es Staaten, die die Quellensteuern automatisch auf 15% ermässigen, wenn die Erträge offensichtlich an einen Ausländer fliessen. Das sind die Niederlande, Luxemburg, Neuseeland, Griechenland und Thailand.

Sie können sich aber auch in manchen Ländern individuell als ausländischer Anleger registrieren lassen. Dann wird Ihnen an den Dividenden nur noch der anrechenbare Satz abgezogen. Dazu gehören u.a.: Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Norwegen, Portugal, Schweden, USA.

Dies kann, abhängig vom Land, ziemlich aufwendig und teuer sein. Einige Finanzinstitute bieten diesen Service für ihre Kunden gegen eine Gebühr an.

In Ländern wie Deutschland, Oesterreich und der Schweiz ist das Zurückfordern problemlos. Der administrative Aufwand hält sich in engen Grenzen und das Geld wird in der Regel innerhalb wenigen Monaten zurückerstattet.

 

Als mühsam gelten Frankreich, Italien und Spanien.

Gerade für ein Dividendenaktien-Portfolio mit ausländischen Aktien lohnt es sich, einen Broker auszuwählen, der sich mit ausländischen Quellensteuern auskennt und die entsprechenden Abrechnungen und Registrierungen kompetent und möglichst kostengünstig durchführen kann. Das sind in der Regel nicht die billigsten, sondern eher die grösseren, etablierten Broker oder Banken.

 

Im Internet finden Sie zahlreiche weitere Informationen zu diesem Thema. Googeln Sie dazu: „Ausländische Quellensteuer auf Dividenden“.

 

 

! Stand Dezember 2018. Steuersätze, rückforderbare Anteile, Abrechnungsprozedere etc. können jederzeit angepasst werden. Klären Sie deshalb vor jedem Aktienkauf immer persönlich ab, wie Ihre individuelle Steuerbelastung auf Dividendeneinkünften ausfällt!

Falls Sie fehlerhafte Angaben entdecken, sind wir Ihnen für eine entsprechende Mitteilung sehr dankbar (LINK E-Mail)

> Fonds oder Einzelaktien?

Ein aktiv gemanagter Fonds oder auch ein ETF macht immer dann Sinn, wenn ein Anleger zwar ein Dividendenaktien-Depot haben will, aber entweder keine Lust hat, sich näher damit auseinanderzusetzen, sich das nicht zutraut oder über relativ wenig Kapital verfügt.

Der grosse Vorteil ist erstens die Zeitersparnis, mit einem Drittprodukt haben Sie fast gar keinen Aufwand.
Und zweitens, dass Sie bereits mit kleinen Beträgen sinnvoll investieren können.

Der grosse Nachteil sind in erster Linie die Kosten. Die können unter Umständen recht hoch sein, was zu einem wesentlich tieferen Dividendeneinkommen führen kann, als mit einem vergleichbaren, selbst geführten Depot.

Angenommen, Sie kaufen einen Fonds, der 4% Dividendenrendite aufweist. Dann zahlen Sie zunächst auf die Dividendeneinnahmen etwa 25% Steuern. Die Kosten für einen aktiven Fondsmanager betragen durchschnittlich etwa 1.5% pro Jahr. Das heisst, von den 4% Bruttorendite erhalten Sie unter dem Strich noch 1.5% ausbezahlt.

Sehr wichtig ist, dass Sie auch bei einem Drittprodukt ganz genau hinschauen. Sie müssen die Strategie des Fondsmanagers kennen und verstehen. Kaufen Sie nichts, was Sie nicht überzeugt oder unklar ist. Ausserdem sollte ein Fonds/ETF schon länger auf dem Markt sein. Es ist wichtig zu sehen, wie sich ein Produkt in einer Krise bewährt hat.

> Macht ein Vermögensverwaltungsmandat Sinn?

Bei grösseren Vermögen ja, aber auch hier: Kosten = tieferes Einkommen. Ausserdem müssen Sie den zuständigen Vermögensverwalter sehr gut instruieren. Er muss Ihre Anlageziele genau kennen und entsprechend investieren. Ihre Aufgabe besteht dann darin, dies zu kontrollieren und gegebenfalls einzugreifen.

> Aufwand für die Betreuung eines selbst geführten Dividenden-Depots?

Der Hauptaufwand fällt bei der erstmaligen Zusammenstellung Ihres Einkommens-Depot an. Hier ist es wichtig, dass Sie sich genügend Zeit nehmen und eingehende Gedanken machen was Ihr Anlageziel ist und wie Sie es erreichen wollen. Zeitlich lässt sich dieser Aufwand nicht festlegen, aber erfahrungsgemäss kann (und sollte) sich dieser Prozess über mehrere Wochen erstrecken.

Ist diese Arbeit einmal erledigt, hält sich der weitere Aufwand in engen Grenzen. Dann müssen Sie im Grunde nur noch einmal pro Jahr überprüfen, ob sich Ihre Unternehmen und vor allem auch die Dividendenzahlungen in etwa weiterhin so entwickeln, wie Sie das erwarten.

Dann kommt noch etwas dazu für allfällige Rückforderungen der Quellensteuern und schliesslich müssen Sie sich überlegen, was Sie mit den Dividendeneinnahmen tun möchten.

Entwickelt sich ein Unternehmen entgegen Ihren Erwartungen, könnte es zur Auswechslung der betreffenden Aktie kommen, was auch ein gewisser Zeiteinsatz von Ihnen erfordert.

> Wie viel Kapital benötige ich?

Wenn Sie Ihr eigenes Depot zusammenstellen, sollten Sie mindestens EUR/CHF 50‘000 investieren. Damit halten Sie die Transaktionskosten tief und haben genügend Spielraum für schwere Aktien.
Bei kleineren Beträgen ist es tendenziell sinnvoller, in einen geeigneten Dividendenfond zu investieren.

 

 

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